Rechtsschutzversicherung: Was zahlt sie – und wann?
Was deckt eine Rechtsschutzversicherung wirklich ab? Wir erklären Leistungen, Ausnahmen, Kostenfallen und worauf du beim Abschluss achten solltest.
Einleitung:
Stress mit dem Vermieter, Ärger mit dem Chef oder ein Bußgeldbescheid, der so gar nicht gerechtfertigt scheint – wer sein gutes Recht durchsetzen will, merkt schnell: Das wird teuer.
Gerichtsverfahren, Anwaltskosten, Gutachten – das summiert sich. Eine Rechtsschutzversicherung kann hier Gold wert sein – aber eben nicht in jedem Fall. Wir zeigen dir, wann sie zahlt, was sie kostet – und was du unbedingt wissen musst, bevor’s kracht.
1. Was deckt die Rechtsschutzversicherung ab?
Grundsätzlich übernimmt sie:
Anwaltskosten
Gerichtskosten
Zeugengelder & Gutachterkosten
Kosten der Gegenseite (wenn du verlierst)
Aber nur, wenn dein Fall auch versichert ist – dazu gleich mehr.
2. Die wichtigsten Bausteine – was brauchst du wirklich?
Du kannst dir deine Rechtsschutzversicherung wie ein Menü zusammenstellen:
Baustein | Typische Fälle |
---|---|
Privatrechtsschutz | Ärger mit Online-Shops, Nachbarschaftsstreit, Urlaubsärger |
Berufsrechtsschutz | Kündigung, Abmahnung, Mobbing |
Verkehrsrechtsschutz | Bußgeld, Unfall, Streit mit Werkstatt |
Wohnungsrechtsschutz | Mieterhöhungen, Nebenkosten, Kündigung |
Strafrechtsschutz | Wenn dir fahrlässige Körperverletzung o. Ä. vorgeworfen wird |
💡 Tipp: Die meisten brauchen Privat + Beruf + Verkehr – als sogenanntes Komplettpaket.
3. Was ist NICHT abgedeckt? (Achtung, Klassiker!)
❌ Vorsätzlich begangene Straftaten
❌ Streitigkeiten im Familienrecht (z. B. Scheidung – nur Beratung evtl. abgedeckt)
❌ Erbstreitigkeiten
❌ Selbstständige Aktivitäten – wenn du keinen separaten Firmenrechtsschutz hast
❌ Streit, der schon vor Vertragsabschluss begann („Schönen guten Tag, ich hätte gern eine Rechtsschutzversicherung, denn morgen klag ich schon…“)
4. Wartezeiten – keine Hilfe von Tag 1
Viele Versicherungen haben eine Wartezeit von 3 Monaten, bis der Schutz greift.
➡️ Ausnahme: Verkehrsrechtsschutz oft sofort aktiv
➡️ Tipp: Je früher du abschließt, desto besser. Du versicherst ja auch nicht erst dein Auto, wenn der Unfall schon passiert ist.
5. Was kostet eine Rechtsschutzversicherung?
Je nach Anbieter, Umfang und Selbstbeteiligung:
Einzelpersonen: ca. 15–30 € pro Monat
Familien: ca. 20–45 € pro Monat
Mit Selbstbeteiligung (z. B. 150 €): Beitrag günstiger
Ohne SB: teurer – aber „sorgenfrei“
Tipp: Manche Anbieter belohnen dich, wenn du lange nichts einreichst, z. B. durch Beitragsrückerstattung.
6. Typische Irrtümer – und was du besser wissen solltest
❌ „Die Rechtsschutz zahlt immer – ist doch ’ne Versicherung!“
→ Nein. Sie zahlt nur für versicherte Fälle, nach Wartezeit – und wenn Aussicht auf Erfolg besteht.
❌ „Ich kann mir jeden Anwalt nehmen.“
→ In der Regel ja. Aber: Manche Tarife geben dir eine Auswahl – und es gibt Bonus, wenn du den „Partneranwalt“ nimmst.
❌ „Ich brauch das nicht – ich hab ja nichts zu verbergen.“
→ Auch wenn du im Recht bist, musst du es erstmal durchsetzen – und das kann ohne Versicherung teuer und nervenaufreibend werden.
7. Wann lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung besonders?
✅ Wenn du beruflich abhängig beschäftigt bist
✅ Wenn du viel Auto fährst
✅ Wenn du zur Miete wohnst
✅ Wenn du kein Fan davon bist, auf „Gerechtigkeit durch Glück“ zu hoffen
Fazit:
Die Rechtsschutzversicherung ist kein Freifahrtschein für jeden Streit, aber sie hilft dir, dein Recht durchzusetzen, wenn es drauf ankommt. Und zwar ohne dass du dir über Anwalts- oder Gerichtskosten den Kopf zerbrechen musst. Wer clever kombiniert, zahlt auch keinen überteuerten Rundumschutz – sondern genau das, was er wirklich braucht.
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